Flag-Football vor Neuausrichtung

Am letzten Montag wurden die Landesverbände im AFVD zu einer Informationsveranstaltung geladen. Thema war Flagfootball Heute und in Zukunft sowie die grundsätzliche Ausrichtung.

Flagfootball hat in Deutschland schon eine etwas längere Geschichte. Deutschland hatte früh einen Sonderweg beschritten und sich auf 9on9 Flagfootball festgelegt. Insbesondere im Jugendbereich gab es in ganz Deutschland Teams. Der Erwachsenenbereich war zwar kleiner, aber durchaus eine gewachsene Gemeinschaft. Bemühungen, Flagfootball als eigene Säule mit eigenem Schiedsrichterwesen und eigenem Regelwerk zu entwickelt, wurden jedoch nie umgesetzt.

 

Nach Neuordnung der Jugendaltersklassen im Tackle- Football verschwanden viele 9on9 Jugendteams. Viele Jugendliche wollten lieber mit Helm und Pad spielen. Im Norden blieb Hamburg jedoch immer eine Insel die weiterhin 9on9 spielte.

 

Seit einigen Jahren erfreut sich nun 5on5 Flagfootball immer größerer Beliebtheit. Es wurde eine DFFL 5on5 ins Leben gerufen die sich gut entwickelte. Seit wenigen Jahren sind die Teams vom reinen Freizeitsport auch über die Mitgliedschaft in den Landesverbänden organisiert. 

 

International ist 5on5 Flagfootball die klar beherrschende Variante des Flagfootballs. So war Deutschland im Dezember erst bei der Weltmeisterschaft und konnte sich mit dem Herrenteam sogar für die World Games qualifizieren. Das Damenteam schaffte die Qualifikation nicht, zeigte aber bei der Weltmeisterschaft in Israel eine tolle Leistung.

 

Ziel ist es nun, 5on5 Flagfootball in Deutschland weiter zu entwickeln um diesen Sport für Olympia 2028 in Los Angeles fit zu machen. Dafür ist einiges auf der Agenda, wie z.B.:

  1. Installation einer Leistungsklasse als Dach der DFFL 5on5
  2. Ausbau der Anzahl der Teams (männlich und weiblich)
  3. Aufbau von U17 Jugenflag 5on5 (männlich und weiblich)
  4. Aufbau von U15 Jugendflag 5on5 (gemischt)

 

Für die Landesverbände bedeutet dies auch, dass eine Jugendauswahl Flag angestrebt werden muss. Dies ist natürlich deutlich einfacher, weil die Teams deutlich kleiner sind. Allerdings gibt es bisher nur sehr wenige Teams in Schleswig-Holstein, von weiblichen U17- Spielerinnen ganz zu schweigen.

Eine weitere Aufgabe wird sein, die Vereine beim Aufbau einer Jugendstruktur 5on5 zu unterstützen. Ziel ist es, an jeden Heute vorhandenen Standort nach Möglichkeit ein U17- Team männlich und weiblich zu haben.