Stellungnahme zur Nichtteilnahme der Elmshorn Fighting Pirates an der GFL 2021

Am gestrigen Tag wurden wir als Verband durch eine Pressemeldung der Elmshorn Fighting Pirates davon überrascht, dass der Verein im kommenden Jahr nicht am Spielbetrieb der GFL teilnehmen wird. Wir bedauern dies umso mehr, da wir durch die für uns überraschende Information kaum noch Handlungsspielraum haben.

Der AFCV Schleswig- Holstein hatte sich bereits im Oktober um ein Gespräch mit dem Fighting Pirates bemüht, da es Gerüchte gab die man gern geklärt hätte. Leider fand dieses Gespräch nie statt. Da der Verein zum 15.12.20 für 2021 die Lizenzanträge für die GFL und Landesliga fristgerecht gestellt hatte, sah man diese Gerüchte auch widerlegt.

 

Der jetzige Verzicht ist nicht nur für den Elmshorner Verein ein herber Schlag, auch der Football in Schleswig- Holstein verliert mit diesem Rückzug einen Bundesligisten viel.

 

Aus Sicht des Landesverbandes kann die in der Pressemeldung genannte Begründung jedoch nur ein Teil der Wahrheit sein. Die schon vorhandenen 350000 Euro Etat sind mehr, als viele andere GFL- Vereine im Jahr zur Verfügung haben. Zusätzlich hat die GFL ja selbst schon mit einer Reduzierung der Spiele und einer Verkürzung der Saison 2021 für erhebliche Einsparungen gesorgt. Da dem Landesverband jedoch jeder Einblick in die Finanzplanung fehlt, kann nur gemutmaßt werden, für was im Einzelnen die Mittel gefehlt haben.

 

Schon im Oktober gab es Gerüchte, wonach ein großer Teil des Trainerstabes und der Spieler dem Ruf der in Planung befindlichen europäischen Liga und dem in Hamburg geplanten Team folgen würden. Schließlich ist einer der führenden Initiatoren der neuen Liga in Elmshorn nicht nur Partner im Bereich Merchandising gewesen, er war auch des Öfteren Gast in der Teamzone. Ein guter Draht zu Spielern und Coaches darf da unterstellt werden. Nur der Weggang von Spielern und Trainern kann erklären, warum man sich beim Landesverband nicht um einen Platz in der Regionalliga gekümmert hat.

 

Die Elmshorn Fighting Pirates werden nach eigenem Wunsch nun in der Landesliga antreten. Schon auf der Ligasitzung Anfang 2020 wurde Verbandspräsident Jan Bublitz öffentlich von einem Delegierten der 2. Herren angegangen, warum die zweite Mannschaft in der Landesliga eingruppiert wurde, obwohl doch so viele ehemalige Bundesligaspieler dort mitspielen würden. Der damaligen Antwort, dass es nie eine Anfrage dazu gab, wurde der Gestik nach damals nicht geglaubt. Die Möglichkeit, die Mannschaft jetzt noch anders einzustufen, dürfte gegen Null gehen.

 

Zu hoffen bleibt nun fast, dass die ehemaligen Spieler und Trainer der Fighting Pirates 2021 wirklich in einem Team spielen, das den Konzept nach deutlich professioneller sein soll. Einen Trainings- oder Spielort hat das Team Hamburg nach unseren Informationen noch nicht, obwohl das erste Spiel im Juni stattfinden soll. Es wäre äußerst ärgerlich, wenn das GFL- Team der EFP das Opfer von Luftschlössern wurde.