Schleswig-Holstein im Footballfieber

In Schleswig-Holstein schießen immer mehr Teams aus dem Boden. Immer mehr wollen Football spielen und dabei sein. Doch auch im Cheerleading tut sich einiges!

Schon vor einigen Jahren wurde im Rahmen einer Hausarbeit analysiert, dass Schleswig-Holstein im Verhältnis zu den Einwohnern die höchste Vereinsdichte in Deutschland hat. Das ist schon einmal grundsätzlich erstaunlich, da als förderliche Bedingungen für eine Verbreitung von American Football große Städte und Garnisonen der US- Streitkräfte ermittelt wurden. Beides ist in Schleswig-Holstein in den 80iger und 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht reichlich vorhanden. Die letzte und einzige US- Garnison in Schleswig-Holstein schloss zu Beginn der 90iger.

 

Aktuell jedoch gibt es wieder einen regelrechten Boom. Neben den jungen Vereinen in Schwarzenbek, Scharbeutz und Risum-Lindholm, die seit ein paar Jahren am Spielbetrieb teilnehmen, haben nun auch andere Städte Teams im Aufbau.

 

In Bargteheide und Bad Bramstedt legt man den Schwerpunkt auf die Jugend. In Bredstedt, Itzehoe und Kaltenkirchen möchte man jedoch gern mit einem Herrenteam in den Spielbetrieb starten. Dazu kommen ältere Vereine wie Heide, die nach einer Pause gern auch wieder in den Spielbetrieb starten wollen.

 

Im Cheerleading scheinen sich die bestehenden Teams zu festigen. Scharbeutz, Schwarzenbek, Bad Bramstedt, Husum und Risum-Lindholm haben sich teilweise sogar schon auf Meisterschaften präsentiert.

 

Es gibt jedoch auch Schatten in der Entwicklung. Ahrensburg musste seine Cheerleadingsparte mangels Trainer auflösen, in Lübeck wird einer von zwei Footballvereinen von der Bildfläche verschwinden.

 

Den Grund für den Boom in Schleswig- Holstein sehen wir als Verband in der langjährigen guten Arbeit der Mitgliedsvereine. Es wurden zahlreiche gute Spieler und Trainer ausgebildet, die jetzt das Interesse und die Fähigkeit am Aufbau von Vereinen vor der eigenen Haustür haben. Wir als Verband unterstützen jede Initiative mit Beratungsleistungen, der Unterstützung nach Trainern und Ausbildungsangeboten.

 

Es bleibt also spannend im nördlichsten Bundesland. Die Zukunft wird zeigen, ob sich die ganzen Vereine auf doch recht engem Raum werden halten können. Denn eines dürfte klar sein: Die ganzen erforderlichen Spieler müssen von anderen Sportarten kommen, will man sich nicht gegenseitig kannibalisieren.